Landschaft mit Ruinen auf dem Palatin

Peter Paul Rubens · PD

Landschaft mit Ruinen auf dem Palatin


Details

Museum
Louvre
Jahr
1615
Technik
Öl
Gattung
Gemälde
Maße
76 × 106,8 cm

Die Geschichte

Im Herbst 1608 brach Rubens in Rom überstürzt auf, weil seine Mutter in Antwerpen schwer erkrankt war. Acht Jahre Italien lagen hinter ihm. Diese Holztafel entstand erst einige Jahre später in Flandern, wohl zwischen 1614 und 1618, und zeigt Rom aus der Erinnerung. Der Louvre unterscheidet dabei genau: Rechts ist der Palatin recht getreu wiedergegeben, bis hin zur kleinen Rundkirche San Teodoro an seinem Hang. Die mächtige Bogenruine links ist dagegen weitgehend erfunden und erinnert nur entfernt an die Maxentiusbasilika am Forum. Anregungen von Tizian und von Paul Bril, einem in Rom ansässigen flämischen Landschaftsmaler, haben hier mitgewirkt. Auf dem Kupferstich, den Schelte à Bolswert später nach dem Bild anfertigte, steht zwar „pinxit Romae“, also gemalt in Rom. Die Fachleute des Louvre halten das eher für eine Zutat des Verlegers. Ins Museum kam die Tafel 1869 mit dem Vermächtnis des Pariser Arztes und Sammlers Louis La Caze.

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