
Landschaft mit Salmacis und Hermaphroditus
Details
Die Geschichte
In Ovids „Metamorphosen“ verliebt sich die Quellnymphe Salmacis in den Jüngling Hermaphroditus, als er an ihren Teich kommt. Sie sieht zu, wie er sich entkleidet und schwimmt, springt dann ins Wasser und umklammert ihn, und auf ihr Gebet hin verschmelzen die Götter beide zu einem einzigen Körper. Lagrenée malte das Zuschauen. Salmacis ist die Gestalt im Vordergrund, Hermaphroditus badet weiter hinten rechts.
Lange war die Geschichte kaum zu erkennen. Vor einer Restaurierung hieß das Bild einfach „Badende“, weil der Jüngling im Hintergrund kaum zu sehen war. Lagrenée hatte es 1773 im Pariser Salon gezeigt, der Ausstellung der Académie royale im Louvre, wo der Comte de Chabot es ihm für 600 Livres abkaufte. Es ist klein, Öl auf Kupfer, etwa 38 mal 30 Zentimeter.
1923 schenkte M.J.F.W. van der Haagen aus Den Haag es dem Mauritshuis, dem es gehört und das es in der Galerie Prinz Willem V zeigt.