
Landschaft mit den Emmausjüngern und der Allegorie der beiden Herden
Details
Die Geschichte
Wer nach den Emmausjüngern sucht, muss genau hinsehen. Unter einer Pergola neben einer Palme sitzt Christus mit den beiden Jüngern bei Tisch, denen er nach der Auferstehung auf dem Weg nach Emmaus begegnet war und die ihn erst beim Brotbrechen erkannten. Den Vordergrund beherrschen Tiere. Die Herde hat sich geteilt, die Schafe auf der einen Seite, die Böcke auf der anderen, und die Böcke ziehen auf ein Pferdeskelett zu. Der Louvre deutet das als Gleichnis aus dem Matthäusevangelium, nach dem beim Jüngsten Gericht die Gerechten von den Ungerechten geschieden werden wie die Schafe von den Böcken. Das Gerippe steht für den Tod und die Wollust, die Palme für die Gerechtigkeit, und die Quelle genau unter Christus zeigt ihn als Quelle des Lebens.
Bril signierte und datierte das Bild 1617, da war er schon über sechzig. Die Komposition muss gefragt gewesen sein. Es gibt weitere Fassungen, eine davon im Palazzo Pitti in Florenz, und dieses Bild oder ein sehr ähnliches hängt im Hintergrund eines Gemäldes von Willem van Haecht um 1631, das die Galerie des Antwerpener Sammlers Cornelis van der Geest zeigt.




