
Großer liegender Akt
Details
Die Geschichte
Fast zwei Meter breit ist die Leinwand, und die Liegende nimmt beinahe ihre ganze Länge ein. Derain malte sie 1926 oder 1927. Er stand damals unter Exklusivvertrag bei dem Pariser Kunsthändler Paul Guillaume, eine Bindung, die erst mit Guillaumes plötzlichem Tod 1934 endete. 1929 kam der Akt in die private Sammlung des Händlers. Die Landschaft ist auf wenige waagerechte Streifen verkürzt, Sand, Meer und Himmel. Davor hebt sich der helle Körper ab, umrissen von kräftigen braunen Konturen, die unter ihm in Schatten auslaufen. Sie stützt den Kopf in die Hand, doch die Haltung hat die Steifheit eines Modells, das im Atelier stillhält. Mit 28 Werken ist Derain der am stärksten vertretene Künstler der Orangerie, und alle stammen aus dem Besitz des Händlers oder gingen durch seine Galerie.




