
Camille Pissarro · PD
Später Nachmittag auf unserer Wiese
Details
Die Geschichte
Auf der achten und letzten Impressionisten-Ausstellung 1886 hingen Pissarros neue Bilder in einem eigenen Bereich, zusammen mit denen von Georges Seurat, Paul Signac und seinem Sohn Lucien. Alle setzten ihre Bilder aus kleinen, getrennten Farbtupfen zusammen, und der Kritiker Félix Fénéon fand dafür den Namen Neoimpressionisten. Diese Wiese in Eragny, dem Dorf nördlich von Paris, in dem die Familie seit 1884 lebte, ist ein Jahr später datiert. Über dem Grün liegen in der Sonne rosa und gelbe Tupfen, im Schatten blaue, violette und hier und da ein orangefarbener. Die jungen Bäume stehen noch in hölzernen Schutzgittern, und die tiefe Nachmittagssonne fächert ihre Schatten über das Feld bis zu einer Frau mit Korb. Schon bald gab Pissarro die Methode wieder auf, sie war ihm zu mühsam. Seit 2020 gehört das Gemälde der National Gallery, übernommen aus der Sammlung von Viscount Astor als Ausgleich für Erbschaftssteuer.




