
Paul Gauguin · PD
Der Zauberer von Hiva Oa
Details
Die Geschichte
Um 1902 lebte Gauguin seine letzten Monate auf Hiva Oa in den Marquesas, an dem Ende der Welt, das er lange gesucht hatte. Krank, verschuldet und in standigem Streit mit dem Gendarmen und dem Bischof der Insel, malte er in seiner Pfahlhutte, dem Maison du Jouir. Der junge Mann im roten Umhang ist wohl Haapuani, ein Tanzer aus seinem Umkreis, dem der Ruf eines taua vorauseilte, eines Priesters und Zauberers alter Art. Gauguin gibt ihm langes Haar und ein weiches, fast androgynes Gesicht, eine Gestalt, die den europaischen Blick zugleich anzog und verstorte. In der unteren Ecke ein Fuchs und ein Vogel, Tiere, denen er anderswo eine eigene Bedeutung gab. Er vollendete das Bild wenige Monate vor seinem Tod im Mai 1903. Heute hangt die Leinwand in Luttich.




