
Leda mit dem Schwan
Details
Die Geschichte
Im Jahr 412 v. Chr. sahen die Athener ein neues Stück des Euripides, die Helena. Gleich zu Beginn erzählt Helena von ihrer eigenen Geburt. Zeus, sagt sie, sei in Gestalt eines Schwans zu ihrer Mutter Leda gekommen, als fliehe er vor einem Adler, und habe sie mit dieser List gewonnen.
Eine Generation später machte der Bildhauer Timotheos genau diesen Augenblick zur Statue. Er war gefragt. Die in Stein gemeißelten Bauabrechnungen des Asklepiostempels von Epidauros, um 380 v. Chr., verzeichnen Zahlungen an ihn, und später arbeitete er am Maussolleion von Halikarnassos. Seine Leda hebt mit einem Arm den Mantel wie einen Schirm und drückt mit dem anderen den Schwan an sich, um ihn vor dem Raubvogel zu schützen.
Das Original ist verloren, doch in Rom war die Komposition sehr beliebt. Mehr als zwei Dutzend römische Marmorkopien sind erhalten, darunter diese. Die bekannteste steht in den Kapitolinischen Museen in Rom.




