
Peter Paul Rubens · PD
Leda und der Schwan
Details
Die Geschichte
Dass diese Leda auf Eichenholz gemalt ist, spielt für ihre Datierung eine Rolle. Auf Eichenholztafeln arbeitete Rubens in Antwerpen, und die Dresdner Gemäldegalerie setzt das Bild auch deshalb um 1598 bis 1600 an, also bevor er im Jahr 1600 nach Italien aufbrach. Andere Forscher haben es in seine italienischen Jahre gelegt. Das Vorbild ist älter. Um 1530 hatte Michelangelo eine Leda für Herzog Alfonso d’Este von Ferrara gemalt, die ihren Auftraggeber nie erreichte. Michelangelo überließ das Bild seinem Gehilfen Antonio Mini, der es nach Frankreich mitnahm, wo es später verloren ging. Die berühmte Pose der liegenden Leda in der Umarmung des Schwans, in den sich Zeus verwandelt hat, lebte in Kopien und Stichen weiter, und über solche Vorlagen lernte Rubens sie kennen. Im Katalog der kurfürstlichen Galerie in Dresden ist das Bild bereits 1765 verzeichnet.




