
Susannenlegende
Details
Die Geschichte
Ein Bild von Gerechtigkeit und Tugend sieht das Belvedere in dieser Tafel, und es weist darauf hin, dass sie nicht unbedingt für eine Kirche gedacht war. Sie passte ebenso in ein Bürgerhaus oder in ein Rathaus. Die Erzählung stammt aus den griechischen Zusätzen zum Buch Daniel. Zwei Älteste drohen der tugendhaften Susanna, sie des Ehebruchs zu bezichtigen, wenn sie sich ihnen nicht hingibt. Sie weigert sich, wird zum Tod verurteilt und erst gerettet, als ein junger Prophet die beiden Männer getrennt verhört und sich ihre Aussagen widersprechen. Auf der Tafel, entstanden um 1520, drängt sich das Geschehen in einem Hof voller Menschen in der Kleidung jener Zeit. Aus dem Himmel fällt ein Lichtstrahl, mitten in der Menge breitet ein kleiner Knabe in Weiß die Hände aus, wohl Daniel selbst. Der Maler, den das Museum nennt, Urban Görtschacher, war Stadtrichter in Villach.

