
Löwe und Eber
Details
Die Geschichte
Antoine-Louis Barye kennt man für seine Tierbronzen, er malte aber auch, in Öl wie in Aquarell. Nach seinem Tod 1875 kam der Inhalt seines Ateliers im Februar 1876 im Pariser Hôtel Drouot unter den Hammer, und diese kleine Leinwand, keine 25 Zentimeter breit, war Los Nummer zwei. Unten rechts trägt sie den Stempel BARYE, auf der Rückseite ein Siegel mit der Aufschrift Vente Barye, die Versteigerung Barye.
Das Thema ist dasselbe, zu dem er in Bronze immer wieder zurückkehrte, ein Raubtier, das seine Beute niederringt, hier ein Löwe über einem Eber. Später überquerte das Bild den Atlantik. 1889 lieh es sein Besitzer James Sutton, einer der Gründer der American Art Association, für eine New Yorker Ausstellung mit rund 450 Werken Baryes, deren Erlös einem Denkmal für ihn in Paris zugutekam. 1892 ersteigerte es der Bostoner Sammler William Sturgis Bigelow, und mit seinem Vermächtnis kam es 1926 ins Museum.