
Peter Paul Rubens · CC-BY-SA-4.0
Löwenjagd (Ölskizze); Rückseite: Vermählung in Procuratione (Skizze zum Medici-Zyklus)
Details
Die Geschichte
Diese kleine Tafel hat Rubens gleich zweimal benutzt. Um 1621 skizzierte er auf der einen Seite eine Löwenjagd, verwandt mit dem großen Jagdbild hier im Haus. Mit wenigen sicher gesetzten Strichen und farbigen Flächen hält er den Höhepunkt der Jagd fest, Angriff, Abwehr und höchste Gefahr auf engstem Raum. Die streifige Grundierung schimmert durch und belebt die Oberfläche. Etwa ein Jahr später, mitten in der Arbeit für die Galerie der Maria de' Medici, drehte er die Tafel um und entwarf auf der Rückseite die Florentiner Ferntrauung der Königin. Im Hintergrund steht eine Skulptur, Gottvater mit seinem Sohn, als Zeichen dafür, dass diese Ehe auf Liebe gründet. Verglichen mit der zweiten Münchner Skizze zum selben Thema ist seine weisende Gebärde hier noch unbestimmt. Die Pinakothek erwarb die Tafel 1996, und sie wird in einer Vitrine gezeigt, damit man beide Seiten sehen kann.




