
Artemisia Gentileschi · PD
Lucretia
Details
Die Geschichte
Um 1630 kehrt Artemisia Gentileschi wieder einmal zu Lucretia zurück, wie so oft in ihrer Laufbahn: der römischen Adligen, die vom Sohn des Königs geschändet wurde und den Tod dem Leben in Schande vorzog. Das Thema betraf sie unmittelbar. Als junge Frau war Artemisia in Rom von einem Malerkollegen vergewaltigt worden, und im Prozess von 1612 sagte sie aus, während man ihr die Finger mit Schnüren zusammenzog, um zu prüfen, ob sie die Wahrheit sprach. Hier ist die Tat noch nicht geschehen. Lucretia sitzt im Halblicht, den Dolch in der Hand, den Blick nach oben gewandt, und wägt ihren Entschluss ab. Das Bild verschwand für Jahrhunderte in Privatbesitz und tauchte erst wieder auf, als das Getty es 2021 erwarb.




