Lucretia

Artemisia Gentileschi · PD

Lucretia


Details

Jahr
1623
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
100 × 77 cm

Die Geschichte

Um 1623 malte Artemisia Gentileschi ihre Lukretia, und sie wählte den Augenblick der Entscheidung. Nach der Überlieferung des römischen Geschichtsschreibers Livius wurde die vornehme Römerin von Sextus Tarquinius, dem Sohn des letzten Königs von Rom, vergewaltigt. Danach rief sie ihre Angehörigen zusammen, verlangte Rache und nahm sich mit einem Dolch das Leben. Aus diesem Tod, so die Legende, erwuchs der Aufstand, der 509 vor Christus die Monarchie stürzte und die römische Republik begründete. Viele männliche Maler hatten das Thema als Vorwand für einen Akt genutzt. Gentileschi zeigt eine bedrängte, körperlich reale Frau, auf dem Bett sitzend, eine Hand an der Brust, in der anderen den Dolch, den Blick nach oben gerichtet. Forscher verbinden solche verwundeten Heldinnen oft mit ihrer eigenen Geschichte. Mit 17 Jahren war sie vergewaltigt worden und musste im Prozess unter der Folter aussagen. Der rote Samt des Bettes bleibt zerwühlt.

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