
Madonna mit Kind, der heiligen Katharina von Siena und einem Kartäusermönch
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Die Geschichte
Kartäuser lebten für sich. In der Kartause von Pavia hatte jeder Mönch seine eigene Zelle mit kleinem Garten und traf die Mitbrüder vor allem in der Kirche. Ein Bild in der Zelle war deshalb ständige Gesellschaft. Diese Tafel, 46 Zentimeter hoch, entstand um 1490 für einen solchen Raum, während Bergognone an der Ausstattung des Klosters arbeitete.
Der kniende Mönch wird meist mit Stefano Maconi identifiziert, einem Sieneser, der Sekretär der Katharina von Siena gewesen war, dann den Kartäuserhabit nahm und Prior dieser Kartause wurde. Als die Tafel gemalt wurde, war er seit rund siebzig Jahren tot. Das erklärt Katharina, die mit der Lilie hinter ihm steht. Heiliggesprochen worden war sie 1461.
Im Hintergrund liegt eine lombardische Stadt am Wasser, und die einzeln stehende Kirche rechts gilt als die Kartause selbst, das Haus, das dieser Mönch einmal geleitet hat.




