
Madonna mit Kind und einem Kartäusermönch
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Die Geschichte
Um 1900 hing diese kleine Tafel in Rom, im Palast des Grafen Grigori Stroganow, eines russischen Sammlers, der sich oberhalb der Spanischen Treppe zwischen Via Sistina und Via Gregoriana niedergelassen hatte. Die Kenner der Zeit suchten sie dort auf, darunter der italienische Kritiker Gustavo Frizzoni und Bernard Berenson, und keiner von ihnen zweifelte an Bergognone. Nach dem Tod des Grafen 1910 gelangte sie in eine Turiner Sammlung.
Der kniende Mann im weißen Habit ist ein Kartäuser. Lionello Venturi datierte die Tafel in Bergognones Jahre an der Certosa di Pavia, zwischen 1488 und 1494, und meinte, sie sei für die Zelle eben dieses Mönchs gemalt worden. Dasselbe Gesicht scheint in Bergognones Kreuztragung Christi in den Musei Civici von Pavia wiederzukehren, bei dem Mönch, der dort einer Gruppe von Kartäusern voranschreitet.




