
Armin Kleiner · CC-BY-SA-4.0
Madonna mit Kind und Johannes dem Täufer
Details
Die Geschichte
Pontormo arbeitete an dieser Tafel in Florenz um 1529, während ein kaiserliches und päpstliches Heer die Stadt und ihre kurzlebige Republik belagerte. Vollendet hat er sie nie. Die Madonna beugt sich vor, um das Christuskind und den kleinen Johannes den Täufer an sich zu ziehen, mit jenem gedrehten, muskulösen Körper, den er von Michelangelo gelernt hatte, den Pontormo verehrte. Seltsame Schatten drängen von den Rändern herein, und die Stimmung steht der Trauer näher als der Zärtlichkeit, als wäre der künftige Tod Christi schon im Raum. Später wurde die Tafel abgehängt, als sich die Kritik gegen Pontormo wandte, und lag vergessen im Depot, bis ein Kunsthistoriker sie 1907 wieder ans Licht holte.




