
Pontormo · PD
Heimsuchung von Carmignano
Details
Die Geschichte
Um 1528 malte Pontormo dieses Altarbild, als Florenz auf die Belagerung zuging, die der letzten Florentinischen Republik ein Ende setzte. Dieser gespannte Moment umgibt hier die biblische Begegnung von Maria und Elisabeth. Statt einer stillen häuslichen Szene füllen vier Frauen von fast überlebensgroßer Wirkung die Tafel beinahe ganz aus, und die Gewänder machen den Raum flirrend und instabil. Kunsthistoriker verweisen außerdem auf einen Stich von Dürer als Ausgangspunkt der Komposition, den Pontormo in etwas viel Beweglicheres und Fremderes verwandelt. Im Schatten links unten erscheinen gewöhnlich zwei kleine Figuren, meist als Joseph und Zacharias gedeutet. Nach der Restaurierung reiste das Bild nach New York und Los Angeles und kehrte dann nach Carmignano zurück.




