
Antonio da Correggio · PD
Maria mit Kind und dem Johannesknaben
Details
Die Geschichte
Als er diese Tafel um 1515 malte, war Correggio ein junger Künstler, der sich in Parma im Norden Italiens durchsetzte, lange vor den illusionistischen Kuppeln, die ihn berühmt machen sollten. Die stille Szene mit wenigen Figuren zeigt, was er von zwei Meistern der vorigen Generation lernte. Von Leonardo stammen die Grotte im Halbdunkel, die genau wiedergegebenen Pflanzen und jener weiche Dunst, der die Konturen auflöst, das Sfumato. Die antikischen Sandalen der Madonna dagegen verweisen auf Mantegna und seine Vorliebe für die klassische Welt. Viel später gelangte die Tafel mit Elisabetta Farnese, der Gemahlin Philipps V., nach Spanien und wurde 1746 unter ihrem Besitz verzeichnet.




