
Antonio da Correggio · PD
Madonna mit dem Korb
Details
Die Geschichte
Um 1524, während in Rom der eben verstorbene Raffael alle Blicke auf sich zieht, arbeitet Correggio abseits der großen Werkstätten in Parma. Auf dieser kleinen Tafel gibt es keinen Thron und keinen goldenen Glanz: Eine Mutter sitzt unter einem Baum und probiert ihrem Kind ein graues Jäckchen an, das sie gerade genäht hat. Neben ihr steht der Nähkorb mit der eisernen Schere und einem Knäuel grauer Wolle. Im Hintergrund, zwischen antiken Ruinen, hobelt Josef ein Brett, ganz seinem Handwerk als Zimmermann hingegeben, wie in sonnigen Sägestaub getaucht. Alles ist in rosigen und bläulichen Grautönen gehalten, mit jener leicht verrauchten Weichheit, an der man Correggio erkennt. Es ist eine der am besten erhaltenen Tafeln der National Gallery, und noch immer folgt man mühelos dem kühn verkürzt gemalten Beinchen des Kindes.




