
Parmigianino · PD
Madonna mit dem langen Hals
Details
Die Geschichte
Parmigianino begann diese Madonna um 1535 in Parma für eine Familienkapelle, und schon der Beiname sagt, was auffällt: der ungewöhnlich lange Hals der Maria, dazu ihre schmalen Finger und der übergroße, schlafend hingegossene Christusknabe auf ihrem Schoß. Nichts daran ist naturgetreu gemeint. Es ist die gesuchte Eleganz des Manierismus, einer Malerei, die nach Anmut und Künstlichkeit strebte, nicht nach dem richtigen Maß. Rechts steht rätselhaft eine einzelne hohe Säule, davor eine winzige Gestalt mit einer Schriftrolle. Der Maler wurde nie fertig; als er 1540 mit nur 37 Jahren starb, blieb das Bild unvollendet, und die Auftraggeber hielten ausdrücklich fest, dass Parmigianino sein Versprechen nicht erfüllt hatte.





