
Magdalena Bay, Blick von der Gräberhalbinsel im Norden Spitzbergens, Nordlichtstimmung
Details
Die Geschichte
Im Sommer 1839, als die französische Korvette La Recherche in der Magdalena Bay im Nordwesten Spitzbergens vor Anker lag, ging die Sonne nicht unter. Biard war mit der wissenschaftlichen Expedition an Bord, ebenso Léonie d'Aunet, die später einen Bericht über die Reise veröffentlichte. Auf einer schmalen Landzunge stieß sie auf die Gräber von Walfängern aus früheren Jahrhunderten. Sie zeichnete den Ort, und weil er auf den großen Seekarten fehlte, nannte der Kapitän ihn die Halbinsel der Gräber.
Ein Nordlicht war dort in jenen Wochen ständigen Tageslichts nicht zu sehen. Nach d'Aunets Bericht erlebten die Reisenden das erste Polarlicht des Jahres erst später, auf dem Heimweg durch Lappland, und Biard fügte die beiden Erinnerungen in Paris zusammen. Unter dem fahlen Licht liegt eine kleine Gruppe Schiffbrüchiger im Schnee, bis auf einen offenbar alle tot, dahinter Wrackteile im Eis. Das Bild hing im Salon von 1841 und wurde für König Louis-Philippe angekauft. Ab 1862 hing es in den Räumen eines Museumsbeamten im Schloss Saint-Germain-en-Laye, und als es 1936 in den Louvre zurückkam, galt es als Werk einer Mademoiselle Biard.
