
Frans Hals · PD
Malle Babbe
Details
Die Geschichte
Frans Hals malte in Haarlem, und er malte schneller und lockerer als fast jeder seiner Zeit. Malle Babbe, die tolle Babbe, war offenbar eine reale Frau der Stadt, die man für verrückt hielt. Archive nennen eine Frau dieses Beinamens, die im selben Armen- und Irrenhaus untergebracht war wie später Hals' eigener Sohn. Sie wirft den Kopf zu einem rauen Lachen zurück, die Faust um einen schweren Zinnkrug, und auf ihrer Schulter hockt eine Eule. Im niederländischen Sprichwort steht die Eule zugleich für Trunkenheit und Torheit. Hals ließ die groben, hingeworfenen Pinselstriche einfach stehen, und gerade das machte Maler wie Manet zweihundert Jahre später zu seinen Bewunderern.




