
Frans Hals · PD
Bildnis eines jungen Mannes mit Totenschädel
Details
Die Geschichte
Frans Hals malte im Haarlem der 1620er Jahre vor allem lebendige, locker hingesetzte Bildnisse, und dieses gehört zu seinen ungewöhnlichsten. Ein junger Mann in einem prächtigen, altmodischen Federhut hält einen Totenschädel und weist mit der anderen Hand aus dem Bild heraus. Lange sah man in ihm Hamlet mit dem Schädel Yoricks, doch das Stück war in Holland damals kaum bekannt. Wahrscheinlicher ist ein Vanitasbild, eine Mahnung an die Vergänglichkeit, wie man sie zum Nachdenken aufhängte. Hals ließ die breiten Pinselstriche offen stehen, sodass Ärmel und Federn aus der Nähe fast unfertig wirken.




