
Peter Paul Rubens · PD
Die Hochzeit Heinrichs IV. mit Maria von Medici
Details
Die Geschichte
Im Herbst 1600 führte Heinrich IV. Krieg. Der Herzog von Savoyen weigerte sich, die Markgrafschaft Saluzzo herauszugeben, ein kleines Alpenterritorium, auf das Frankreich Anspruch erhob, und so stand der König mit seinem Heer in Savoyen, als am 5. Oktober in Florenz seine Hochzeit gefeiert wurde. Sie wurde in procuratione vollzogen, also mit einem Stellvertreter für den Bräutigam. In den meisten Bildern der Galerie lässt Rubens Götter und Allegorien erzählen. Hier wählte er, wie die Pinakothek hervorhebt, das Historienbild, mit einer wirklichen Kirche und einer wirklichen Zeremonie, und gerade das verleiht der Szene Glaubwürdigkeit. Rubens selbst stand damals in Italien im Dienst des Herzogs von Mantua, dessen Frau eine Schwester Marias war. Ob er der Trauung beiwohnte, ist bis heute umstritten. Der Krieg endete im Januar 1601, Frankreich verzichtete auf Saluzzo und erhielt dafür Gebiete diesseits der Alpen.




