Martha tadelt ihre Schwester Maria

Martha tadelt ihre Schwester Maria


Details

Jahr
1620
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
132,5 × 154,5 cm

Die Geschichte

Das Lukasevangelium erzählt eine kleine häusliche Begebenheit. Christus kehrt bei zwei Schwestern ein. Martha müht sich mit der Bewirtung ab, Maria sitzt zu seinen Füßen und hört zu, und als Martha sich beklagt, antwortet Christus, Maria habe das gute Teil erwählt. Orazio Gentileschi lässt Christus weg. Um 1620 malte er nur die beiden Frauen, und das Museum liest ihren Streit so, wie ihn seine Zeitgenossen verstanden, als Gegenüber von tätigem und betrachtendem Leben, von Tugend und Eitelkeit. Die zweite Lesart beruht auf der alten Gleichsetzung Marias von Bethanien mit Maria Magdalena, der Sünderin, die ihrem Putz entsagte. Orazio war nicht der Erste, der die Schwestern allein zeigte. Caravaggio hatte das um 1598 in Rom getan, auf einem Bild, das heute in Detroit hängt und auf dem Martha ihre Argumente an den Fingern abzählt. Das Museum nennt es als Anregung. Ins Haus kam das Gemälde 1957, als Schenkung der Brüder Georg und Otto Schäfer aus Schweinfurt zur Wiedereröffnung der wiederaufgebauten Alten Pinakothek.

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