Maria Magdalena als Melancholie

Artemisia Gentileschi · PD

Maria Magdalena als Melancholie


Details

Jahr
1620
Technik
Ölfarbe
Gattung
Gemälde
Maße
136,5 × 100 cm

Die Geschichte

Artemisia Gentileschi malte dieses Werk zu Beginn der 1620er Jahre, zu einer Zeit, als sie etwas tat, das fast keiner Frau ihrer Zeit gelang: eine eigene Werkstatt zu führen und in ganz Italien eigene Aufträge zu gewinnen. Sie gibt Maria Magdalena die Haltung, die seit jeher der Melancholie selbst vorbehalten war, den erschlafften Körper, eine Hand an die Wange gedrückt, die Augen verschwollen und gerötet vom vielen Weinen. Es ist eine eigenhändige Fassung, ganz nahe einer Magdalena, die sie für Sevilla malte, und die Forschung hat oft bemerkt, wie sehr dieses müde, runde Gesicht dem der Künstlerin selbst gleicht, bekannt aus ihren signierten Bildern der Judith und der Kleopatra. Der tiefe Schatten und der einzige Lichtfall auf der gelben Seide kommen unmittelbar aus der caravaggesken Manier Roms, wo sie sich als junge Frau ausbildete.

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