
Maria mit Kind
Details
Die Geschichte
Das Bild gehört zu den letzten Arbeiten von Fra Bartolomeo, entstanden um 1514 bis 1516, und nach Wien kam es auf einem langen Umweg. Es war im Besitz von Erzherzog Leopold Wilhelm, dem habsburgischen Statthalter der Spanischen Niederlande, der in Brüssel eine der bedeutendsten Gemäldesammlungen des 17. Jahrhunderts zusammentrug und sie 1656 mit nach Wien nahm.
Die Pappelholztafel ist an allen Seiten beschnitten. Deshalb brechen die Vorhänge an den Rändern so unvermittelt ab, und die feinen goldenen Nimben laufen oben aus dem Bild. Ein Vorhang, der sich um eine Figur öffnet, war für die Zeitgenossen ein Würdezeichen, das Ehrentuch hinter einem Herrscher. Innerhalb dieses Rahmens ist die Szene ganz nah und vertraut. Maria schmiegt ihre Wange an die des Sohnes und hält ihn mit beiden Händen, er legt ihr den Arm um den Hals und schaut uns direkt an.




