
Claude Monet · PD
Wiese bei Giverny
Details
Die Geschichte
In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg gehörte diese Wiese einem der merkwürdigsten Sammler von Paris. Alexandre Berthier, Fürst von Wagram, ein Nachfahre von Napoleons Marschall, erbte mit 21 ein riesiges Vermögen und kaufte zwischen 1905 und 1907 mehr als 400 Kunstwerke, von denen viele in den Lagern der Händler blieben oder fast sofort weiterverkauft wurden. Die Schulden ließen nicht lange auf sich warten. Im April 1914 verkaufte er dieses Bild an Durand-Ruel, 1916 ging es über die New Yorker Filiale an Hannah Marcy Edwards in Boston. Der Fürst fiel im Mai 1918. Das Bild selbst, von 1886, bietet dem Blick zunächst keinen Halt, keine Figur, kein Haus, nur waagerechte Bänder in hellen Farben auf einer Leinwand, die etwas höher als breit ist. Das Museum of Fine Arts liest es als ein Bild der Einsamkeit. Ein Baum im Hintergrund löst sich von seinen Nachbarn und steht allein gegen den Himmel.




