
Diego Velázquez · PD
Menippos
Details
Die Geschichte
Velázquez malte dieses Bild um 1639 für die Torre de la Parada, das Jagdschloss König Philipps IV. in den Hügeln vor Madrid. Das Schloss wurde mit Gemälden gefüllt: Rubens lieferte Götter und Mythen, Velázquez die Philosophen, Zwerge und Hofnarren. Hier ist der Philosoph, und er sieht aus wie ein Bettler. Es ist Menipp, ein antiker griechischer Kyniker und Satiriker, der Reichtum und Dünkel verspottete, in einen abgetragenen Mantel gehüllt, der uns mit einem leisen Hohn von der Seite anblickt. Am Boden zu seinen Füßen liegen Bücher und ein Krug, das ganze irdische Zeug, das er zu verachten vorgab. Er entstand als Gegenstück zu einem anderen zerlumpten alten Weisen, dem Fabeldichter Äsop, und seit Jahrhunderten hängen die beiden als Paar.




