Merkur und Argus (Skizze für die Torre de la Parada)

Sailko · CC-BY-3.0

Merkur und Argus (Skizze für die Torre de la Parada)


Details

Jahr
1636
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
26,8 × 44,5 cm

Die Geschichte

Kurz vor November 1636 erhielt Rubens den größten Auftrag seiner späten Jahre. Philipp IV. wollte sein neues Jagdschloss bei Madrid, die Torre de la Parada, mit mehr als 60 mythologischen Bildern ausstatten, fast alle nach Ovids Metamorphosen, und das innerhalb von etwa zwei Jahren.

Rubens war knapp 60 und litt an Gicht. Er erfand die Kompositionen in kleinen Ölskizzen wie dieser und ließ sie von Antwerpener Malern, unter ihnen Jacob Jordaens und Jan Cossiers, in voller Größe ausführen. Die Szene selbst ist ein Auftragsmord unter Göttern. Juno hatte die in eine Kuh verwandelte Nymphe Io von Argus bewachen lassen, einem Hirten mit hundert Augen, und Jupiter schickte Merkur, der den Wächter mit Musik einschläferte und dann tötete. Das Jagdschloss wurde 1710 im Spanischen Erbfolgekrieg geplündert und ging großenteils verloren. Die Skizzen waren im Norden geblieben und überstanden das.

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