
Diego Velázquez · PD
Merkur und Argus
Details
Die Geschichte
Velázquez malte diese Szene um 1659, kaum ein Jahr vor seinem Tod, für den Spiegelsaal des Madrider Alcázar, wo sie neben Leinwänden von Tizian und Rubens hängen sollte. Sie gehörte zu einer Folge von vier Fabeln nach Ovid, die Philipp IV. in Auftrag gegeben hatte. Die anderen drei verbrannten beim Brand des Alcázar 1734, und so ist dies die einzige, die erhalten blieb. Dargestellt ist der Augenblick vor einem Mord: Merkur, von Jupiter geschickt, hat den hundertäugigen Riesen Argus mit seinem Flötenspiel in Schlaf gewiegt, den Wächter der in eine Kuh verwandelten Nymphe Io, und setzt zum tödlichen Schlag an. Das lang gestreckte Format richtet sich nach dem Platz über einer Tür, für den das Bild bestimmt war.




