
Arkhip Kuindzhi · PD
Mondnacht am Dnjepr
Details
Die Geschichte
1880 tat Kuindzhi in Sankt Petersburg etwas Unerhörtes. Er stellte ein einziges Bild aus, allein in einem verdunkelten Saal. Die Fenster waren verhängt, ein gezielter elektrischer Strahl fiel auf die Leinwand. Vor der Tür bildeten sich lange Schlangen, und die Besucher wurden in Gruppen eingelassen. Zu sehen war der Dnjepr bei Nacht, über dem ein voller Mond durch die Wolken bricht und einen phosphoreszierenden, grünlichen Streifen auf das Wasser legt. Der Lichteffekt wirkte so echt, dass manche heimlich hinter das Bild fassten, überzeugt, dort müsse eine Lampe verborgen sein. Andere munkelten von geheimen Farben oder gar von dunklen Kräften. Kuindzhi hatte für den grünen Schimmer neuartige Pigmente verwendet, die mit der Zeit leider nachgedunkelt sind.




