Archip Kuindschi

Archip Kuindschi

1841–1910 · Russisches Kaiserreich · Realismus


Die Geschichte

1880 tat Archip Kuindschi in Sankt Petersburg etwas, das kein russischer Maler getan hatte: Er stellte ein einziges Bild allein in einem verdunkelten Raum aus. Mondnacht am Dnjepr hing hinter einem schwarzen Vorhang, von einem einzigen elektrischen Strahl direkt angeleuchtet, und der grüngoldene Mond, der auf dem Fluss glühte, sah so echt aus, dass Besucher hinter die Leinwand spähten, um die verborgene Lampe zu finden. Die Schlange reichte die Straße hinunter.

Kuindschi hatte einen langen Weg zu diesem Raum zurückgelegt. Um 1842 in Mariupol am Asowschen Meer geboren, als Sohn eines armen griechischen Schuhmachers, war er weitgehend Autodidakt und fiel mehr als einmal bei der Aufnahmeprüfung der Kunstakademie durch, ehe seine Landschaften aus reinem, gesättigtem Licht ihn fast über Nacht berühmt machten.

Auf dem Höhepunkt dieses Ruhms hörte er für fast 30 Jahre auf auszustellen und arbeitete nahezu zurückgezogen an seinen Lichtwirkungen. Er lehrte Landschaftsmalerei an der Kaiserlichen Akademie, wo zu seinen Schülern der Maler Nikolai Roerich zählte. Reich geworden durch eine Handvoll gefeierter Leinwände, verschenkte er das meiste Geld, kaufte Land für Künstler und hinterließ sein Vermögen einer Gesellschaft, die er zu ihrer Förderung gegründet hatte.

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Werke

8 Werke