
Mrs. Billington (1765/1768–1818) als heilige Cäcilie
Details
Die Geschichte
Elizabeth Billington war etwa 20, als Romney sie malte, und schon berühmt. Die Londoner Sopranistin hatte 1783 den Kontrabassisten John Billington geheiratet, und das Museum nennt sie die fähigste Sängerin ihrer Zeit und die reichste berufstätige Frau Europas. Über ihr Privatleben redete die ganze Stadt.
Romney zeigt sie als heilige Cäcilie, die Schutzpatronin der Musik, am Tasteninstrument, im weißen Kleid mit rosa Schärpe, eine Hand erhoben. Die Rolle hatte sie sich wohl selbst gewünscht. Abgeholt hat sie das Bild offenbar nie. Im Jahr darauf bestellte sie dasselbe Thema bei Joshua Reynolds, dem einflussreichsten Maler Londons, was nahelegt, dass ihr Romneys Fassung nicht gefiel.
So blieb die Leinwand in der Familie des Malers. Nach seinem Tod 1802 ging sie an seinen Sohn John, fand 1807 bei Christie's keinen Käufer und blieb bis in die 1890er Jahre bei Romneys Enkelin. 1896 kaufte Clara Bertram Kimball aus Boston sie beim Kunsthändler Knoedler.

