München – Die Isar

Wassily Kandinsky · PD

München – Die Isar


Details

Jahr
1901
Technik
Öl auf Leinwandkarton
Gattung
Gemälde
Maße
32,5 × 23,6 cm

Die Geschichte

„Im Studienmalen ließ ich mich gehen“, schrieb Kandinsky 1913 in seinen „Rückblicken“. Er habe wenig an Häuser und Bäume gedacht, mit dem Spachtel farbige Streifen und Flecken auf die Leinwand gestrichen und sie so stark singen lassen, wie er nur konnte. Diese kleine Isar-Ansicht von 1901 ist eine solche Studie. Im Deckel seines Malkastens steckte eine mit Leinwand bezogene Pappe, die Farbe setzte er Streifen an Streifen, und vorne, wo die Spachtelzüge nicht aneinanderstoßen, schimmert bis heute die graue, unbemalte Leinwand durch. Die Brückenpfeiler spiegeln sich noch ganz herkömmlich im Wasser. Welche Brücke es ist, weiß man nicht. Die Münchner Isarbrücken waren damals ohnehin im Umbau, nachdem das Hochwasser vom September 1899 die Prinzregentenbrücke und die Max-Joseph-Brücke zum Einsturz gebracht hatte. Zufrieden war Kandinsky mit solchen Studien selten. Nachher, so erinnerte er sich, kam immer eine tiefe Enttäuschung, die Farben schienen ihm schwach und flach.

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