Murnau mit Kirche I

Wassily Kandinsky · PD

Murnau mit Kirche I


Details

Jahr
1910
Technik
Öl auf Pappe
Gattung
Gemälde
Maße
64,7 × 50,2 cm

Die Geschichte

In seinen „Rückblicken“ von 1913 erzählt Kandinsky von einer Stunde einbrechender Dämmerung. Er kam mit dem Malkasten von einer Studie heim, noch ganz in die Arbeit versunken, und sah im Atelier plötzlich ein unbeschreiblich schönes, von innerem Glühen durchtränktes Bild, auf dem er nichts als Formen und Farben erkannte. Beim Nähertreten fand er die Lösung. Es war ein eigenes Bild, das auf der Seite an der Wand lehnte. Am nächsten Tag versuchte er, den Eindruck bei Tageslicht zurückzuholen, doch er erkannte immer wieder die Gegenstände. Welches Bild es war, verrät er nicht. Das Lenbachhaus hält es für möglich, dass es dieses oder ein ganz ähnliches war. Das Kippen steckt schon in der Malerei selbst. Links ballen sich schemenhaft die Häuser, der weiße Kirchturm schießt im steilen Hochformat nach oben, und an manchen Stellen schimmert der hellbraune Grund der Pappe durch. Die zweite Fassung, „Murnau mit Kirche II“ im Van Abbemuseum in Eindhoven, gibt dieselbe Ansicht topografisch viel genauer wieder.

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