
Geburt Christi (Anbetung des Christkindes)
Details
Die Geschichte
Maria kniet in einem langen blauen Kleid, die Arme vor der Brust gekreuzt, und blickt auf das Kind herab. Es liegt in Weiß gewickelt, mit roten Bändern umschnürt, in einer Krippe aus Flechtwerk. Ältere Darstellungen der Geburt Christi zeigten die Mutter oft im Wochenbett liegend. Um 1420, als diese Tafel in Wien gemalt wurde, sah man sie immer häufiger betend vor ihrem Sohn knien. Zur Verbreitung dieses Bildtyps trugen die Offenbarungen der heiligen Birgitta von Schweden bei, in denen die Jungfrau nach der Geburt niederkniet, um das Kind anzubeten. Zwei Engel mit roten Flügeln knien dicht daneben, Ochs und Esel strecken die Köpfe über den geflochtenen Zaun. Dahinter steht der alte Josef neben einem jungen Hirten, der ein Horn in der Hand hält. Oben in der Ecke deuten feine, ins Gold geritzte Strahlen den Stern an.