Geburt Christi und Verkündigung an die Hirten

Geburt Christi und Verkündigung an die Hirten


Details

Jahr
1517
Technik
Öl auf Leinwand

Die Geschichte

Es ist ein Nachtbild, für einen venezianischen Maler um 1517 noch etwas recht Neues. Die ganze Szene liegt im Dunkeln. Links, tief im Hintergrund, bricht ein Engel über einer Gruppe von Hirten herein, und sie erwachen geblendet, als wäre mitten in die Nacht ein Tageslicht hereingelassen worden. Näher bei uns heben sich zwei Frauen in hellen Gewändern scharf gegen die dunkle Wiese ab. Der Stall ist in Wahrheit die Hülle einer großen antiken Ruine, deren altes Mauerwerk im Zerfall noch würdevoll wirkt und als notdürftiger Unterstand über dem neugeborenen Kind dient. Die Geburt Christi in eine zerfallende antike Architektur zu setzen, war in diesen Jahren ein vertrauter Gedanke: die stolze Baukunst der alten Welt weicht still dem, was in ihren Trümmern zur Welt kommt. Previtali hält die Stimmung ruhig und ländlich, und das einzige starke Licht im Bild kommt vom Himmel links, dort, wo der Engel den Hirten erscheint.

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