
Piet Mondrian · PD
New York City I
Details
Die Geschichte
Piet Mondrian erreicht New York im Oktober 1940, mit fast 70 Jahren, auf der Flucht aus einem Europa im Krieg und vor den Bombenangriffen, die er in London erlebt hatte. Die Stadt elektrisiert ihn, mit ihren Lichtern, dem Raster ihrer Straßen und dem Boogie-Woogie-Jazz, den er dort entdeckt. In diesem Werk verzichtet er auf die schwarzen Linien seiner klassischen Bilder und lässt stattdessen rote, gelbe und blaue Bänder einander kreuzen, verwoben wie der Verkehr der Stadt. Es ist nicht gemalt, sondern aus farbigen Klebebändern zusammengesetzt und blieb bei seinem Tod, 1944, unvollendet. Eine Merkwürdigkeit: Das Düsseldorfer Museum hat es jahrzehntelang verkehrt herum gezeigt. Eine Fotografie seines Ateliers legt nahe, dass die dichteste Ballung der Linien oben liegen sollte, doch das Werk ist heute zu fragil, um es noch einmal zu drehen.




