
Claude Monet · PD
Seerosen mit Spiegelungen hoher Gräser
Details
Die Geschichte
Signiert hat Monet dieses Bild nie. Der Namenszug unten rechts ist ein Stempel, der nach seinem Tod 1926 auf die unsignierten Leinwände aus dem Atelier gesetzt wurde, als sie an seinen Sohn Michel übergingen. Entstanden ist das Bild in Giverny irgendwann zwischen 1914 und 1917. In diesen Jahren kreiste Monets Arbeit um die großen Seerosen-Dekorationen, eine Folge riesiger Tafeln, die einmal die Wände eines ganzen Raumes umschließen sollten, und diese zwei Meter breite Leinwand gehört zu den Studien dafür. Solche Formate malte er im Frühjahr und Sommer draußen am Teich, mit Seilen und Pflöcken festgezurrt, damit sie ruhig standen. Einen Horizont oder ein Ufer gibt es hier nicht. Halt findet das Auge nur an den langen Gräsern, die oben von außerhalb des Bildes hereinhängen, und an den dunklen, verwischten Strichen darunter, ihrem Spiegelbild im Wasser.




