
Peter Paul Rubens · PD
Ölskizze für den Hochaltar von St. Bavo, Gent
Details
Die Geschichte
Mit diesen drei Tafeln warb Rubens um einen Auftrag, der erst über zehn Jahre später Wirklichkeit wurde. Um 1611 bestellte Karel Maes, Bischof von Gent, bei ihm einen neuen Hochaltar für seine Kathedrale, die dem heiligen Bavo geweiht ist, dem Schutzpatron der Stadt. Geplant war ein Triptychon. In der Mitte legt Bavo, der Legende nach ein Soldat, Rüstung und Reichtum ab, um als Mönch aufgenommen zu werden, auf dem einen Flügel sehen seine Schwestern zu, auf dem anderen weisen zwei Könige einen kaiserlichen Herold ab. 1612 starb Maes, und das Vorhaben geriet ins Stocken. 1614 bat Rubens Erzherzog Albrecht, den Mitregenten der Spanischen Niederlande, brieflich um Unterstützung, und gemeint war wohl diese Skizze. Ausgeführt wurde der Altar erst 1623 und 1624 für Bischof Antoon Triest, als ein einziges Gemälde, das bis heute in der Kathedrale hängt.




