
Auf der Gaisalm
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Die Geschichte
1826 löste die Münchner Akademie ihre Klasse für Landschaftsmalerei auf. Unter dem neuen Direktor Peter von Cornelius stand die Historienmalerei hoch im Kurs, und Wilhelm von Kobell, seit 1814 Professor für das Fach, trat mit 60 Jahren in den Ruhestand. Die kleine Leinwand, rechts unten signiert mit Wilhelm Kobell 1828, entstand zwei Jahre danach und ist kaum 37 Zentimeter hoch. Gais ist das bairische Wort für die Ziege, die Alm die hochgelegene Weide, auf der das Vieh den Sommer verbringt. Der Museumskatalog verschlagwortet das Bild mit Gais, Tier und Berg. In den folgenden Jahren wurden Kobells Bilder aus der bayerischen Heimat abwechslungsreicher, mit Bauern und Bäuerinnen als Hauptfiguren, und er malte sie noch bis in seine Achtzigerjahre.