
Wassily Kandinsky · PD
Orientalisches
Details
Die Geschichte
Im Mai 1910 eröffnete auf der Münchner Theresienhöhe die Ausstellung „Meisterwerke muhammedanischer Kunst“, rund 3600 Objekte aus über 260 Sammlungen in 80 Räumen, die größte Schau islamischer Kunst, die Europa bis dahin gesehen hatte. Kandinsky besprach sie für die Petersburger Zeitschrift „Apollon“, für die er regelmäßig Briefe aus München schrieb, und interessierte sich dabei fast nur für die persischen Miniaturen. Dieses Bild ist älter. Das Lenbachhaus datiert es auf 1909, in seiner Provenienzangabe steht sogar 1908. Figuren mit Kopfbedeckungen versammeln sich zwischen Hügeln und Pflanzen, dahinter Kuppelbauten, gemalt auf einen großen Bogen Pappe von fast einem Meter Breite. Das Thema ließ ihn nicht los. Einige Jahre später schnitt er für „Klänge“, sein Buch mit Prosagedichten und Holzschnitten, einen Holzschnitt mit demselben Titel.




