
Bemaltes Kruzifix
Details
Die Geschichte
Ein bemaltes Kruzifix wie dieses gehörte im Florenz um 1317 zur normalen Ausstattung einer Kirche. Es war nicht dafür gemacht, aus der Nähe betrachtet zu werden. Es hing hoch oben, über dem Lettner oder dem Altar, und die Menschen im Kirchenschiff lasen es von weit unten. Deshalb sind die trauernde Maria und Johannes der Evangelist ganz an die Enden der Kreuzarme gerückt, während allein der Körper Christi über die ganze Länge des Raumes trägt. Die Tafel selbst ist in Kreuzform geschnitten und vergoldet. Heute gehört das Werk den Uffizien, hängt aber seit Jahren als Dauerleihgabe in der Colombaria, einer Florentiner Gelehrtenakademie, und nicht mehr in einer Kirche.

