
Der Baum des Lebens
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Die Geschichte
Die Klarissen von Monticelli in Florenz, aus deren Kloster diese Tafel stammt, konnten oft nicht lesen, und die lateinischen Gebetstexte blieben ihnen schwer verständlich. Um 1310 bis 1315 malte Pacino di Buonaguida für sie einen Baum zum Meditieren, nach dem Lebensbaum des heiligen Bonaventura. Christus hängt am Stamm, und vom Kreuz gehen 12 Äste aus, jeder mit einem Satz beschriftet und mit einer roten Frucht am Ende, in der einst ein goldener Vers stand. Die Rundbilder mit Szenen aus seinem Leben liest man von unten nach oben. Unten rahmen Szenen aus der Genesis den Hügel Golgatha, in dessen Höhle Bonaventura mit einem aufgeschlagenen Buch sitzt. Oben öffnet sich das Paradies. In einem der letzten Medaillons steht zwischen Aposteln, die von Strahlen getroffen werden, eine Franziskanerin ohne Heiligenschein. Vielleicht ist es Agnes, die Schwester der heiligen Klara, die eine Zeit lang das Kloster Monticelli leitete.


