
Wassily Kandinsky · PD
Bild mit weißer Form (Studie)
Details
Die Geschichte
1913 lebte Kandinsky in München und arbeitete auf ein größeres, abstrakteres Gemälde hin, das „Bild mit weißer Form“ heißen sollte. Diese Leinwand ist eine Zwischenstufe auf dem Weg dorthin, und die sichtbare Welt ist in ihr noch nicht ganz verschwunden. Oben rechts stehen Umrisse goldener Kuppelbauten an einem steilen Hang, die an die bayerische Landschaft ebenso erinnern wie an die Kirchen seiner russischen Heimat. Die Linien unten rechts deutet das Museum in Detroit als Kandinskys wiederkehrenden Reiter. Das Bild gehörte dem Berliner Kunsthändler Ferdinand Möller. Im April 1938, ein Jahr nach den Beschlagnahmungen „entarteter Kunst“ in deutschen Museen, vereinbarte er mit Wilhelm Valentiner, dem aus Karlsruhe stammenden Direktor des Detroit Institute of Arts, es dort einzulagern. 1957 schenkte Möllers Frau Maria es dem Museum. Im selben Jahr kam ein Aquarellentwurf zum selben Gemälde mit der Stiftung Gabriele Münters an das Münchner Lenbachhaus.




