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Schäferszene (Silvia und Coridon)
Details
Die Geschichte
Silvia und Coridon gehörten zum festen Personal der Schäferdichtung in Flandern und Holland, jener Literatur ländlicher Liebeswerbung, die man zu Rubens' Zeit gern las. Der Name Coridon reicht noch weiter zurück, bis zu den Hirten Vergils. Rubens hat das Paar spät gemalt, um 1638, auf einer großen Eichenholztafel. Woran man die beiden erkennt, zählt die Alte Pinakothek auf, das großzügig dekolletierte Kleid, das Fellgewand, den Efeukranz und den Dudelsack, damals ein niederes Instrument, das dem Stand eines Schäfers zukam. Coridon drängt heftig heran. Silvia weicht aus, zurückhaltend und kokett zugleich. Aus diesem Hin und Her besteht die ganze Szene, ein Liebeswerben in arkadischer, natürlicher Stimmung. Die Tafel hing in der kurfürstlichen Galerie in Mannheim und kam 1799 nach München.




