
Élisabeth Louise Vigée Le Brun · CC0
Der Friede bringt den Wohlstand zurück
Details
Die Geschichte
Élisabeth Louise Vigée Le Brun malt diese Allegorie um 1780 und legt sie als Aufnahmestück vor, als sie 1783 in die Pariser Königliche Akademie der Malerei aufgenommen wird. Dass eine junge Frau in diese Männerinstitution eintrat, war für sich schon ein Ereignis: Man nahm sie, so heißt es, auf Wunsch des Hofes auf, denn sie war die bevorzugte Bildnismalerin Marie-Antoinettes. Doch die Akademie weigerte sich, sie unter die Historienmaler zu zählen, obwohl dieses Bild gerade zu jener hohen Gattung gehört. Auch das Thema war nicht zufällig gewählt. Eine Gestalt trägt die Weizengarbe und das übervolle Füllhorn, die Zeichen des Überflusses, während der Friede sie sanft geleitet. Frankreich löste sich damals aus seinem kostspieligen Eingreifen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, und der Gedanke an einen Frieden, der den Wohlstand zurückbringt, lag in der Luft.




