
Frederic Leighton · PD
Perseus und Andromeda
Details
Die Geschichte
Um 1891 stand Frederic Leighton der Royal Academy vor und war ungefähr so etabliert, wie ein britischer Maler nur sein konnte, und doch greift er zu einem uralten griechischen Mythos: Andromeda, an einen Felsen gekettet, während ein Meeresungeheuer heranrückt. Er behandelt ihn fast wie einen gotischen Albtraum. Die dunklen Flügel des Drachen schließen sich um das Mädchen und verschlingen die ganze untere Hälfte des Bildes, während Perseus nur ein Lichtblitz hoch oben ist, auf seinem geflügelten Pferd, einen Pfeil abschießend. Andromedas blasser Körper windet sich gegen diese harten schwarzen Schuppen. Für sie posierte Dorothy Dene, Leightons Lieblingsmodell; die Haltung hatte der Maler zuerst an einer kleinen Gipsfigur erprobt, die er mit nassen Tüchern umhüllte.




