
Peter Paul Rubens · PD
Philipp Rubens, der Bruder des Künstlers
Details
Die Geschichte
1608 erschien in der Antwerpener Offizin Plantin ein lateinisches Buch über römische Sitten und Bräuche, die Electorum libri. Verfasst hatte es Philipp Rubens, Gelehrter und älterer Bruder des Malers. Die Kupferstiche darin gehen auf Zeichnungen von Peter Paul zurück. Sie zeigen, wie ein Römer seine Toga in Falten legte und wie römische Frauen die doppelte Tunika trugen.
Diese Arbeitsteilung hatte sich in Rom ergeben. Dort wohnten die Brüder 1606 gemeinsam in einem Haus in der Via della Croce. Philipp diente Kardinal Ascanio Colonna als Bibliothekar und Sekretär, Peter Paul suchte Aufträge für römische Kirchen. Der eine las die antiken Texte, der andere zeichnete die antiken Statuen. Am Ende des Buches steht ein Gedicht, das Philipp an seinen Bruder richtete.
Das Bildnis auf der Eichenholztafel entstand um 1610 in Antwerpen. Philipp war inzwischen einer der Sekretäre der Stadt, ein Amt, das er im Januar 1609 angetreten hatte.




